Die Dreifaltigkeitskirche zu Hainchen

Die Hainchener Kirche wurde 1659 von Maurermeister Nicol Rothe aus Eisenberg erbaut, nachdem die gotische Vorgängerkirche baufällig geworden war. Der Name der Kirche lässt sich vom Einweihungsdatum am Trinitatissonntag ableiten, dem Fest der Heiligen Dreifaltigkeit.

Die Inschrift über der Eingangstür weist auf den Patron und Rittergutsbesitzer Dietrich von Atzendorf hin. Im Inneren und an der Außenwand der Kirche befinden sich die Grabplatten der Familien von Atzendorf und deren Nachfolger.

Der Innenraum befindet sich eine dreiseitige an den Längsseiten zweigeschossige Empore. Angeblich ist die Südempore nur für die in Hainchen eingepfarrten Kämmeritzer gebaut worden, die keine Kirche hatten. Seit der Teilung des Kurfürstentums Sachsens 1485 gehörte aber Hainchen zu den ernestinischen und Kämmeritz zu den albertinischen Gebieten. In der Ortsgeschichte wird immer wieder von Streitfällen zwischen diesen beiden Dörfern berichtet.

Die Profilierungen Bretter-Balken-Decke und das Taufbecken zeigen die Kunstfertigkeit aus der Erbauungszeit. Die barocke Kanzel war ursprünglich an der Südseite und wurde 1830 im Chor als Teil des Kanzelaltars aufgestellt. Die Orgel wurde 1861 von den Gebrüdern Carl Friedrich und August Peternell aus Seligenthal bei Schmalkalden gebaut.

Ursprünglich läuteten zwei Glocken im Turm. Die jüngere von 1796 musste im II. Weltkrieg abgeliefert werden. Die andere Glocke von 1400 gehört mit zu den ältesten in Thüringen. Sie ist mit Reliefs verziert und Maria und den 14 Nothelfern gewidmet.

 

Fotogalerie

KircheHainchen.jpg KircheHainchenZugang.jpg KircheHainchenChor.jpg KircheHainchenEmpore.jpg KircheHainchenOrgel.jpg KircheHainchenTaufstein.jpg KircheHainchenGrabplatte.jpg KircheHainchenGlocke.jpg KircheHainichenWindmuehlen.jpg

 

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Losung & Lehrtext

20.07.2017
Bei dir finden die Verwaisten Erbarmen. Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig geworden: Ich kenne deine Bedrängnis.
Hosea 14,4 Offenbarung 2,8-9

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