Sankt Michaels-Kirche in Crossen

Auf Veranlassung des Erzbischof von Magdeburg wurde um 1108 der Ort Crossen besiedelt. Die neuen Siedler sollen um 1140 auf dem Berg nahe der Burg eine Kapelle errichtet haben. Über der Tür war ein romanischer Tympanon angebracht, der den gekreuzigten Jesus zeigt, der auch "Herrgottstein von Crossen" genannt wird. Die Burg ist später zu einem Schloss mit einer eigenen Kapelle umgebaut worden. Der Herrgottstein jedoch ist heute im Treppenhaus der Ortskirche neben der Madonna zu sehen.

Die Madonna brachten vermutlich neue Siedler als ihre Schutzheiligen mit. Das frühgotische Relief aus Stein wurde wohl um 1280 in einer weiteren Kapelle eingebaut. An dieser Stelle steht heute die Kirche, die 1320 erstmals erwähnt wird.

Anfang des 17. Jh. wurde die Kirche nach Westen vergrößert. Dabei ist sicherlich auch der Westturm entstanden, der eigentlich nur ein Dachreiter ist. 1630 sollen die beiden zu den Emporen führende Treppenhäuser angebaut worden sein. Die Geschichte der Kirche ist mit dem Schloss untrennbar verbunden. Das Geschlecht von Wolframsdorfer und von Flemming und deren Erben nahmen zahlreiche Umbauten an der Kirche vor. Die Herrschaftsloge und Gedanketafeln erinnern an dieses Patronat. 1748 wurde in der Kirche der barocke Kanzelaltar eingebaut.

Die letzte umfassende Renovierung der Kirche geschah 1988-1992. Bereits 1982 konnte die Poppe-Orgel restauriert werden. Bei der Renovierung wurde ein romanisches Gewölbe freigelegt, vermutlich die älteste Sakristei der Kirche. Die Kirche wurde in der Silvesternacht 1998/99 wie durch ein Wunder gerettet, als mehrere Feuerwerkskörper in das Gebäude geworfen wurden.

 

Fotogalerie

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Losung & Lehrtext

29.03.2017
Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen. Durch Jesus Christus haben wir den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird.
Klagelieder 3,24 Römer 5,2

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