Die Kirche zu Graitschen

An der großen Saalkirche mit Dachreiter, Chor und Westturm wurde mehrere Jahrhunderte gebaut. Ende 15./Anfang 16. Jahrhundert wurde ein Neubau begonnen, der mit der Fertigstellung des Chores eingestellt und mit dem Schiff des Vorgängerbaus provisorisch verbunden wurde.

1911 wurde das Schiff weitgehend abgetragen und unter Verwendung des alten Materials in der heutigen sachlichen Form wieder aufgebaut. Vom mittelalterlichen Schiff ist an der Turmsüdseite ein stark beschädigtes Relief erhalten.

Der Innenraum ist schlicht gehalten, enthält eine asymmetrische dreiseite Emporenanlage und eine vorkragende Patronatsloge an der Chornordseite. Das Patronatsgeschlecht von Wangenheim hat im Chor und auf dem Kirchhof einige Epitaphien und Grabmäler hinterlassen.

An der Südseite des Triumphbogens steht die Kanzel mit Inschriften aus dem Jahre 1663. Der kelchförmige Taufstein entstammt vermutlich dem 16. Jahrhundert.

Eine um 1100 gegossene kleine Glocke gehört mit zu den ältesten von Deutschland steht seit 1888 im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

 

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Losung & Lehrtext

07.07.2020
Ich sprach, da ich weglief vor Angst: Ich bin verstoßen aus deinen Augen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir schrie. Am Wege saß ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und viele fuhren ihn an, er sollte schweigen. Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her!
Psalm 31,23 Markus 10,46-48.49

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