Benigna


Anno d(omi)ni m cccc lxx
do laudu(m) sig(na)
m(ihi) nomen dulce benigna
a(t)q(ue) deo dig(n)a voco cantica pello maligna
feria quinta post d(ominicam) V

Im Jahr des Herrn 1470
Ich gebe die Zeichen für Lob(lieder)
ich trage den süßen Namen Benigna
und ich rufe zu Gott würdigen Gesängen ich vertreibe das Schädliche.
Am Freitag nach dem Sonntag (Estomihi?)

(Gewicht: 440 kg / Durchmesser: 88 cm / Ton: h)

Die Gestaltungsmerkmale der "Benigna" ("die Gütige") weisen auf den "Erfurter Unbekannten" als Gießer hin. Er verwendet gern Verse, die er mit dem Namen der Glocke - hier Benigna - verbindet. Aus Urkunden anderer Orte wurde der Name des "Erfurter Unbekannten" als Hans Sinderam bekannt. Glocken von ihm sind auch in nächster Nähe von Kahla nachweisbar: in Gumperda, Reinstädt, Engerda und Großkochberg.

Zur Datierung des Glockengusses: "dominicam V" - das V ist als römische Fünf gedeutet und stünde dann für "Quintanam". Dominicam quintanam ist ein Sonntagsname, später auch Quinquagesimae = "fünfzig Tage vor Ostern", heute heißt der Sonntag Estomihi. Datum für den Glockenguß könnte der Freitag nach dem Sonntag (Estomihi?), dem 16. März (?) 1470 gewesen sein.

(Die Ergänzungen der lateinischen Texte und ihre Übersetzung sind von Luise und Klaus Hallof, aus "Die Inschriften des Landkreises Jena" 1995)

Hier können Sie die "Benigna" läuten sehen und hören:

 

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Losung & Lehrtext

29.03.2017
Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen. Durch Jesus Christus haben wir den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird.
Klagelieder 3,24 Römer 5,2

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