Die Stadtkirche Sankt-Jacobi zu Dornburg

Die Grundmauern der Kirche stammen aus dem 13. Jh. Ein Vorgängerbau befand sich in der Siedlung im Flurstück "In der alten Stadt", welche letztmalig 1181 genannt wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit stand dort die ottonische Basilika, die 968 erstmals erwähnt wird. Die im 13.Jh. errichtete Siedlung am vorderen Sporn des Plateaus hat spätestens 1343 das Stadtrecht erhalten.

Der Apostel Jakobus gab der Kirche bis 1539 seinen Namen. Nach der Reformation wird er nicht mehr erwähnt. Wiederentdeckt durch wissenschaftliche Publikationen in den 1930er Jahren taucht er wieder auf und erinnert seit den 1980er Jahren durch Anbringung einer Informationstafel am Eingang der Kirche. Der Stadtrat nutzte den Heiligen Jakobus spätestens seit 1403 im Siegel. 1539 ging das Patronat der Kirche vom Dompropst zu Naumburg an den Landesherren über. Die Kirchgemeinde führt Jakobus seit 1992 im Siegel.

Mehrfach ist die Kirche Bränden zum Opfer gefallen. Nach einem großen Brand 1717 wurde sie in der heutigen Form wiederaufgebaut. Das Hallenlanghaus mit flacher Holztonne liegt in West-Ost-Richtung und stammt ursprünglich aus dem 16. Jh., der schmale Chor mit äußeren Strebepfeilern im Osten und den 36 m hohen Turm sind gotischer Ausprägung, Schweifkuppel und Laterne im Westen stammen aus späterer Zeit.

Im Inneren befindet sich die dreiseitige, zwei- bzw. dreigeschossige Empore. Der historistische Kanzelaltar wurde bei der Innenrenovierung 1978-81 zurückgebaut und durch die spätbarocke Kanzel, das Kruzifix und das Taufpult aus dem kirchlichen Kunstarchiv ersetzt. Die große Orgel wurde 1820 von Johann Christian Adam Gerhard aus Dorndorf errichtet und 1978-1989 restauriert.

 

 

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