Die Sankt-Nicasius-Kirche zu Casekirchen

In exponierter Lage oberhalb des Ortes auf einem bewaldeten Hügel liegt die Chorturmkirche. Die Hünengräber erinnern daran, dass der Berg eine heidnische Kultstätte war. Nach der Christianisierung diente die darauf errichtete Kapelle für den Heiligen Nicasius als Wallfahrtsort. Nachdem die alte Kirche wegen Baufälligkeit abgerissen wurde, erhielt die Kirche mit dem Aufbau 1721/22 ihr äußeres barockes Aussehen.

Aus der gleichen Zeit stammt die Innenausstattung der Kirche. Die Holzdecke ist in drei Bahnen segmentbogig gewölbt. Die dreiseitige Emporen sind an der Längsseite zweigeschossig. Auf der Westempore steht die Orgel aus dem Jahre 1830.

Der Kanzelaltar hat auf Höhe der Kanzel nach vorne schwingenden Seiten. Auf der Brüstung und unterhalb der Kanzel finden sich sieben biblische Darstellungen. Am Kanzelkorb und auf dem Schalldeckel sind vier Engel angebracht mit den Symbolen Kelch und Brot sowie Anker und Kreuz.

Die Bronzeglocke von 1859 wurde in den 1960er Jahren aus dem Turm genommen und mit zwei anderen in einem hölzernen Glockenstuhl auf dem Kirchhof aufgehangen.

In Seidewitz, einen Nebenort von Casekirchen, stand ursprünglich eine 1774 erbaute Kirche in der Ortsmitte. 1965 musste diese wegen Baufälligkeit abgerissen werden. 1997 erhielt der Ort ein Glockenhaus. In der die Glocke der Seidewitzer Kirche, die 1859 vom Amtsschultheiß des Ortes Christian Gottlieb Becker gestiftet wurde, wieder läutet.

 

Fotogalerie

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