Die Kirche zu Aue

Von Schkölen kommend ist die Chorturmkirche am Ortsrand von Aue schon von Weitem zu sehen. Um die Kirche befindet sich der noch heute genutzte Friedhof mit seiner umlaufenden Kirchenmauer. Auf dem Friedhof befinden sich noch Grabsteine aus dem 17./18. Jahrhundert.

Die Grundmauer des mächtigen Turms mit Zeltdach stammen aus dem Mittelalter. Der Turm und das Kirchenschiff wurde 1695 um- bzw. angebaut. 1809 erfolgte ein weitere Umbau zur heutigen Erscheinungsform.

Im Inneren befindet sich ein schlichte klassizistische Ausstattung mit einem Kanzelaltar, einer dreiseitigen Empore und einer Orgel. Links neben dem Altar steht eine lebensgroße Christusfigur.

Im Glockenstuhl hängt eine Bronzeglocke der Gebrüder Ulrich aus Laucha aus dem Jahre 1767.

 

Die Kirche zu Graitschen auf der Höhe

In frühern Zeiten war der Ort kirchlich nach Aue zugehörig, von daher gibt es Richtung Aue noch den sogenannten Kirchweg.

Im Jahre 1717 wurde durch den Pfarrer J. Chr. Freisleben ein Gottesacker und eine Friedhofskapelle zu Graitschen gebaut, um die beschwerlichen Begräbniszüge nach Aue und zurück zu vermeiden. Freisleben wurde jedoch, weil er die Kapelle eigenmächtig baute, von der Kirchenleitung zur Strafe nach Ronneburg versetzt.

Die Kapelle erhob man 1807 zu einer Kirche und stattete sie für alle kirchlichen Handlungen mit Kanzelaltar und Taufstein schlicht aus.