Die Kirche zu Prießnitz

Die Kirche und der Friedhof in Prießnitz sind von einer hohen Mauer umgeben. Auf den Anfang des 15. Jahrhunderts geht der gotische Chor mit seinen Maßwerksfenstern und Maskenkonsoelen zurück. Bei diesem Umbau wurde auch das ursprünglich romanische Schiff erhöht. Nach dem Brand von 1705 wurde die Kirche bis 1710 Außen und Innen barockisiert. Der Westturm in seiner heutigen Form geht mit seiner geschweiften Haube und Laterne auf das Jahr 1742 zurück.

Am Kanzelaltar mit seinen Rebensäulen sind über den seitlichen Pforten Petrus und der Evangelist Johannes zu erkennen. In dieser Zeit wurden die dreiseitigen und zweigeschossigen Emporen mit der Orgel sowie die Felderdecke eingebaut. An der Ostwand des Altarraums sind Fragmente der figürlichen spätgotischen Ausmalung zu sehen.

In der Kirche ist auch die Büste von D. Christian Großmann, dem späteren Begründer des Gustav-Adolf-Werkes, zu sehen. Nachdem 1806 ein französischer Geldtransport von Bauern überfallen wurde, wurden Einwohner von Priesnitz dafür verantwortlich gemacht. Zur Strafe wurden am 16.10. des gleichen Jahres 34 Häuser des Dorfes niedergebrannt und zudem sollten zur Abschreckung sieben junge Männer exekutiert werden. Großmann, der gut französisch sprach, konnte den Irrtum aufklären und gilt seitdem als der Retter von Prießnitz. Seitdem wird alljährlich an diesem Tag das Brandfest gefeiert.

 

Fotogalerie

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